Bharta (Indisches Auberginen-Curry)

by kirschbiene-

Wie vermutlich viele Menschen, teile auch ich die Begeisterung für die indische Küche. Ich stehe total auf die vielen Gewürze und kann meine Nase stundenlang in Rezeptbücher stecken, in denen Currys in zig Abwandlungen vorkommen. Bharta ist eines meiner Lieblingsgerichte der indischen Küche, bloß der eigenartige Name will mir nicht so recht dazu passen. Aber da kann man halt nichts machen.
Ich habe Bharta vor ca. zehn Jahren zum ersten Mal gegessen und war sofort hin und weg. Es hat aber trotzdem lange gedauert, bis ich auf die Idee kam, es selbst zuzubereiten. Manchmal habe ich einfach eine lange Leitung. Der Kirschbienemann, seines Zeichens weitgereist und mit der Erfahrung von zig indischen Restaurants im Gepäck, fand „mein“ Bharta sehr gut, wobei ich mich frage, was das heißen will, da er ohnehin so ziemlich alles gut findet, was ich koche. Entweder ist er ein überaus kenntnisreicher Gourmet oder er hat essenstechnisch Ähnlichkeit mit unserem Hund, dem man alles vorsetzen kann und der dann halt auch alles mit Wonne verputzt. Denkt euch euren Teil.
Im Grunde ist es mir auch ziemlich egal, ob mein Bharta nun besonders „originalgetreu“, „landestypisch“, „authentisch“ oder was auch immer ist. Es schmeckt so, wie ich es in Erinnerung habe und macht mir einfach schlagartig gute Laune, gleich, wie der Tag bisher war. Und das will doch wohl etwas heißen.

Für 2 Personen braucht man:
2 (mittelgroße) Auberginen
2 große Zwiebeln
3 Tomaten
1 TL Ingwer
1 TL Kurkuma
2 Messerspitzen Chilipulver
1/4 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Zimt
1 TL Garam Masala
Salz
2 EL Öl (z. B. Rapsöl)
1/2 Bund frischer Koriander (ersatzweise glatte Petersilie)

So geht es:
Den Backofen auf 220° C vorheizen.
Die Auberginen waschen und in Alufolie wickeln, dann auf ein Blech legen und 60 Minuten backen. Anschließend die nun weichen Auberginen aus dem Ofen nehmen, die Alufolie ein Stück öffnen und die Auberginen abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und fein hacken. Den Ingwer schälen und ebenfalls möglichst fein hacken oder reiben. Die Tomaten waschen und in kleine Stücke schneiden.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen und zunächst die Zwiebeln hinzugeben, goldgelb dünsten und dann den Ingwer kurz anbraten. Kurkuma, Chilipulver, gemahlenen Koriander und Zimt zugeben, ca. eine halbe Minuten braten. Nun die fein gehackten Tomaten dazu geben, gut umrühren und alles bei geschlossenem Deckel auf niedriger Flamme leicht vor sich hinsimmern lassen. Zwischendurch ab und zu umrühren und etwas Wasser angießen (ca. 1/4 Tasse).
Die Auberginen, wenn sie abgekühlt sind, aus der Folie nehmen und die Haut abziehen. Das Fruchtfleisch klein hacken und in die Pfanne zu den Tomaten geben. Mit Salz würzen und das Ganze weitere 15 bis 20 Minuten bei geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen. Bei Bedarf noch etwas Wasser angießen, hin und wieder alles gut umrühren.
Wenn das Gemüse eingekocht und schön weich ist, mit Garam Masala würzen. Wer mag, gibt noch etwas Chilipulver hinzu – je nach Geschmack.
Zu guter Letzt den Koriander waschen, gut trocknen, klein schneiden und über das Auberginen-Curry geben. Bharta mit Reis, Linsen-Daal oder indischem Fladenbrot servieren.

Enjoy ❤! Eure

kirschbiene

4 Comments

  1. restaurant wiesbaden

    Das sieht wirklich klasse aus!!

    16 . Aug . 2013
  2. Jens Backhaus

    Das klingt lecker und sieht auch so aus 🙂
    Aber warum steckst du die Auberginezuerst 60 Minuten in den Ofen?
    Geht es darum dass die Haut agbezogen werden soll oder darum die Aubergine zu garen?

    Gruß,
    Jens

    17 . Aug . 2013
  3. Kirschbiene

    Danke für eure Kommentare :-)!
    @ Jens: Die Antwort auf deine Frage lautet: beides ;-). Durch das lange Backen im Ofen wird die Haut der Aubergine schön weich und lässt sich dann leicht abziehen. Ohne vorheriges Backen lassen sich die Auberginen nicht enthäuten. Aber natürlich trägt das Backen auch dazu bei, dass die Aubergine insgesamt weich und gar wird.

    19 . Aug . 2013
  4. Jens Backhaus

    OK, habe ich wieder etwas gelernt. Ich hätte gedacht, dass die 15-20 Minuten in der Pfanne ausreichen würden.

    Gruß,
    Jens

    20 . Aug . 2013

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