Rohe Himbeer-Buchweizencreme mit Nuss-Kokos-Topping und Weintrauben

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Jedes Jahr um diese Zeit werde ich auf eine Geduldsprobe gestellt. Während andernorts Frühlingsgefühle aufkommen, verabschiedet sich der Winter hier nur zögerlich. Das ist für unsere Region nichts Ungewöhnliches. Ich sollte mich daran gewöhnt haben, dass statt fröhlichen Frühblühern draußen Schnee im Garten wartet.
Die Vögel machen allerdings einen riesigen Radau, als könnten sie den Frühling herbeizwitschern. Er liegt also schon auf der Lauer, der Frühling. Doch bis es wirklich so weit ist, werde ich noch warten müssen – während ich diese Zeilen tippe, bequemt sich der gestern gefallene Schnee immerhin, gnädig ein wenig dahinzuschmelzen.

Während Körper und Seele also nach Frühling lechzen, sieht die Realität hier noch anders aus. Dies ist daher die Zeit, in der ich zu altbewährten Mitteln greife, um den langen Winter wenigstens gefühlt auf die Ersatzbank zu schicken. Ich habe das Gefühl, es ist jetzt besonders wichtig, mir Gutes zu tun und den Winter langsam abzustreifen. Angefangen von Frühlingsblumen, die ich in jedem erdenklichen Zimmer hier verteile bis zu luftig-weißer Bettwäsche – es wird getrickst, was das Zeug hält.

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Das allein genügt jedoch nicht. Körper und Seele sind sich nicht so recht einig, ob sie schon zur Frühjahrsmüdigkeit übergehen oder doch noch im Winter-Kälte-Modus verharren sollen. Herrje.
Es sind vor allen Dingen drei Punkte, die mich nun dabei unterstützen, in der Balance zu bleiben und mich fit und frühlingsfrisch zu fühlen. Altbekannte Maßnahmen, deren Wichtigkeit meiner Meinung nach gar nicht oft genug wiederholt werden kann. Daher tue ich es hiermit :-). Und hoffe, ihr achtet ohnenhin schon auf diese drei Punkte:

1. Ausreichend Schlaf.
Schlafmangel kann Körper und Seele nachhaltig aus dem Takt bringen. Während es mir in meiner Sturm- und Drangzeit ziemlich egal war, ob ich genug Schlaf bekomme, weiß ich inzwischen, dass (regelmäßiger) Schlafmangel so ziemlich alle physiologischen Abläufe durcheinander rütteln kann. Während wir schlafen, regenerieren unsere Organe, wird unser Immunsystem gestärkt, wird unser Gehirn „aufgeräumt“ und die Haut erholt sich. Schlafen ist lebensnotwendig.

Die Schlafdauer schwankt bei Erwachsenen und man sollte herausfinden, wie viel Schlaf man wirklich benötigt. Ob sechs oder acht Stunden Schlaf – ihr habt eurem Körper dann genügend Nachtruhe gewährt, wenn ihr am nächsten Tag munter und ohne große Müdigkeit durch den Tag kommt. Ich gehöre eher zur „mehr ist besser“-Fraktion. Gerade während des Übergangs von Winter zu Frühling geht ohne acht Stunden Nachtschlaf herzlich wenig bei mir.

2. Genug Wasser trinken.
Ohne eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme können wir nicht rund laufen, besteht unser Körper doch zu gut zwei Dritteln aus Wasser. Ich habe mich dazu „erzogen“, täglich um die zwei Liter Wasser zu trinken und der regelmäßige Griff zum Wasserglas fällt daher nicht schwer. Nach dem Aufstehen trinke ich immer als Erstes ein großes Glas Wasser. Nachts verlieren wir bis zu einem halben Liter Flüssigkeit über unsere Atmung und über die Haut. Es ist gut, einen Teil dieses Flüssigkeitsdefizits direkt nach dem Aufstehen auszugleichen.

Die zu trinkende Wassermenge ist abhängig von Körpergewicht, Aktivitätsgrad und vielem mehr, so dass eine pauschale Regel à la „Trinke zwei Liter Wasser täglich“ natürlich nicht für jeden gelten kann. Es ist sinnvoll, die Wasseraufnahme gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Am Abend einmalig eine Flasche Wasser hinunterzustürzen ist besser als nichts, aber nicht optimal. Denn unser Darm hat ein begrenztes Aufnahmevermögen: Pro Stunde ein halber bis ein Dreiviertel Liter Wasser funktionieren gut, mehr wird wieder ausgeschieden. „Trinken auf Vorrat“ funktioniert also leider nicht ;-).

3. Gut frühstücken.
Ob das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, kann ich nicht sicher sagen. Ich finde, jede Mahlzeit ist wichtig und hat Achtsamkeit verdient. Doch gerade am Morgen macht es Sinn, die leeren Energiespeicher aufzufüllen und dem Körper wichtige Nährstoffe zuzuführen.

Mit komplexen Kohlenhydraten, wertvollem Protein und vielen Vitaminen ist man optimal gerüstet für den neuen Tag. Ist das Frühstück dann auch noch farbenfroh und nett angerichtet, trotzt es dem End-Winter-Blues ungemein.

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Dies sind also meine Top 3, die so simpel wie wirksam sind. Und da es draußen zurzeit vor allem Grau und Weiß zu sehen gibt, kann mein Frühstück gar nicht farbenfroh genug sein und somit an den ersehnten Frühling erinnern.

Mit roher Buchweizencreme startet ihr rundum gut versorgt in den Tag. Buchweizen ist euch sicherlich als Tausendsassa in der Küche bekannt. Man kann aus ihm Pancakes, Risotto, Kuchen und vieles mehr zubereiten. Durch seine nussige Note werden aus ihm zubereitete Speisen geschmacklich etwas Besonderes. Habt ihr Buchweizen schon einmal roh probiert?
Im Rohzustand kommen die Inhaltsstoffe des Buchweizens besonders gut zum Tragen. Mit einem Anteil von rund 12% ist er eine prima Eiweißquelle, vor allem, weil Buchweizen alle acht essenziellen Aminosäuren enthält. Auch wichtige Mineralien wie Magnesium und Kupfer kommen in ausreichender Menge im Buchweizen vor, womit er beruhigend auf das Nervenkostüm wirkt, uns resistenter gegen Stress macht und unserem Körper dabei hilft, Eisen aus unserer Nahrung aufnehmen zu können.

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Damit Buchweizen roh genießbar ist, müsst ihr ihn über Nacht einweichen. Am nächsten Morgen muss er lediglich gründlich unter klarem Wasser abgespült und mit den anderen Zutaten gemixt werden, dann erhaltet ihr eine fruchtige und supergesunde Creme. Ein wenig erinnert diese Buchweizencreme an Fruchtjogurt, doch nur fast – denn Buchweizen schmeckt unverkennbar nussig, leicht sandig. Als Topping kommt neben Nüssen und Kokosflocken jedes beliebige Obst in Frage – nehmt einfach euer Lieblingsobst und genießt die Creme ganz so, wie es euch gefällt.
Buchweizencreme mit Beeren und Nuss-Kokos-Topping

Für 2 Personen braucht man:

150 g Buchweizen
200 g tiefgekühlte Himbeeren (oder eine Beerenmischung)
2-3 EL Reissirup (alternativ: Ahornsirup)
150 ml ungesüßte Mandelmilch
1/2 TL Vanille
eine Handvoll Nüsse oder Samen, z. B. Haselnüsse, Mandeln oder Sonnenblumenkerne
eine Handvoll blaue Weintrauben
2 EL Kokosraspel

So geht es:

1. Den Buchweizen in eine Schüssel geben und mit ausreichend kaltem Wasser begießen. Die Schüssel über Nacht mit einem trockenen Küchenhandtuch zudecken. Die tiefgekühlten Beeren ebenfalls in eine Schüssel geben und über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

2. Am nächsten Morgen den Buchweizen in ein feinmaschiges Sieb geben und unter fließendem Wasser gründlich abspülen. Den Buchweizen dann mit den aufgetauten Himbeeren, dem Reissirup (oder Ahornsirup), der Mandelmilch sowie der Vanille in einen Mixer geben. Alle Zutaten auf höchster Stufe ein bis zwei Minuten lang zu einem cremigen Brei mixen.

3. Die Buchweizencreme auf zwei Schalen verteilen.

4. Die Weintrauben waschen, abtrocknen und halbieren. Die Nüsse grob hacken. Beides gleichmäßig auf die zwei Schalen verteilen und die Creme zusätzlich mit Kokosraspeln bestreuen.

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Enjoy ❤! Eure

Kirschbiene

kirschbiene

6 Comments

  1. Elsa Spirellis Allerlei

    Mhh, das klingt wirklich lecker. Ich kenne das noch von meiner Mutti, sowas ähnliches hat sie auch gemacht 🙂
    Muss ich auf alle Fälle mal wieder probieren 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Elsa

    16 . Mrz . 2016
  2. Kirschbiene

    Huhu Elsa,
    das ist ja cool, dass du Buchweizencreme so (oder so ähnlich) von deiner Mum kennst :-). Ich liebe das Rezept, weil die Creme (bis auf das Einweichen) im Handumdrehen zubereitet ist, lecker und sooo gesund ist.
    Liebe Grüße
    Bianca

    17 . Mrz . 2016
  3. Krisi

    Das sieht aber sehr lecker aus, eine tolle Farbe. Ich stimme dir bei den Punkten zu, Schlaf macht tatsächlich viel aus. Ich hatte erst kürzlich eine Schlaflose Nacht und hab darauf den Tag die ganze Zeit Hunger gehabt und hätte permanent naschen können;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    17 . Mrz . 2016
  4. Jenni

    Hallo Bianca!

    Ich liebe deine Frühstücksideen – und habe gerade den Buchweizen für morgen früh eingeweicht. Ich habe mir schon lange vorgenommen, endlich einmal Buchweizenbrei zu essen und es dann doch immer wieder vertagt. Nun habe ich endlich eine gute Motivation, den Vorsatz in die Tat umzusetzen! Danke dir dafür! 🙂

    P.S.: Deine Tipps zum frühlingsfrisch bleiben kann ich allesamt so unterschreiben – wenn nur eine von den Dingen nicht erfüllt ist, merke ich bei mir persönlich sofort, dass ich nicht im Einklang mit mir selbst bin – und das ist gar kein schönes Gefühl… Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist für mich auch ausreichend Bewegung – sowohl im Alltag als auch durch Sport. Wenn ich mich nicht bewegen kann, werde ich gleichermaßen unruhig und launisch. 😉

    Liebe Grüße
    Jenni

    17 . Mrz . 2016
  5. Kirschbiene

    Huhu Krisi,
    Schlaflosigkeit ist wirklich keine schöne Sache – interessant, wie sie sich auf dein Hungergefühl am nächsten Tag ausgewirkt hat! Als ob es nicht reichen würde, dass man sich nach einer schlaflosen Nacht am nächsten Tag schon mal ganz schön knatschig fühlen kann ;-).
    Liebe Grüße
    Bianca

    18 . Mrz . 2016
  6. Kirschbiene

    Huhu Jenni,
    danke für deinen lieben Kommentar – ich find's klasse, dass das Rezept dich direkt dazu aufgefordert hat, Buchweizen einzuweichen :-). Ich hoffe, du magst Buchweizencreme – die nussig-sandige Konsistenz ist nicht jedermans Sache, doch wenn man Buchweizen generell mag, ist das Rezept sooo lecker.

    Ich stimme dir bei dem Punkt "Bewegung" übrigens uneingeschränkt zu und hätte ihn gern zu meinen "Frühlingsfrisch-Tipps" geschrieben (doch dann wäre das Posting irgendwann zu lang geworden ;-)). Ich muss auch jeden Tag raus in die Natur und mich bewegen, sonst fühle ich mich irgendwie neben der Spur.

    Liebe Grüße
    Bianca

    18 . Mrz . 2016

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