Ich merke gerade, Schlaflosigkeit muss nicht nur schlecht sein. Okay, abgesehen davon, dass ich mich zurzeit etwas matschig fühle, das ist definitiv etwas Schlechtes. Doch ich bin gerade an einem Punkt, an dem ich mich nicht darüber gräme, dass ich seit gut zwei Wochen echt mies schlafe. Von acht Stunden durchgehendem Nachtschlaf kann ich nur träumen. Hat mich das anfangs noch genervt – Schlafmangel ist ungesund, sorgt für Chaos in Körper und Psyche, schwächt das Immunsystem, to be continued – habe ich momentan eine Art Waffenstillstand geschlossen. Nach dem Motto, okay, ich bin nachts wacher als sonst, dafür nutze ich diese Zeit dann aber wenigstens kreativ.

Um neue Rezepte zu entwickeln, zum Beispiel. So ist dieses Rezept neulich Nacht entstanden, als der Mond durch die Schlafzimmergardinen schien und alles auf einmal so hell und freundlich aussah. Da kann man schon einmal ans Essen denken, so, wie ich es ohnehin fast zu jeder Zeit tue. Gedanklich bin ich unseren Kühlschrankinhalt durchgegangen, habe Rosenkohl und Maronen darin entdeckt und schon ging das gedankliche Kochen los.

Während ich zwischen mehrerer kurzer Schlafphasen wach lag, reihte sich Zutat an Zutat aneinander. Ich ging Schritt für Schritt durch, plante Soße und Topping und wusste, dass dieses Gericht rumdum wunderbar werden würde. So war es dann auch.

Die Umsetzung klappte genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Soße wurde cremig und würzig, das Topping eine fein-nussige Ergänzung. Da ich das Gericht im Kopf schon gekocht hatte, war jeder Schritt, jeder Handgriff klar. Fast schlafwandlerisch, hehe. Zubereitet war das Ganze in weniger als einer halben Stunde. Also ein leckeres und auch noch schnelles Gericht. Ich bin begeistert. Wenn Schlafmangel so etwas hervorbringt, nehme ich gern solche Nächte in Kauf.

Dass Rosenkohl und Maronen ein super Team sind, wisst ihr längst. Überbacken mit einer leicht säuerlichen Cashew-Jogurt-Soße schmecken sie nochmal so gut. Dieses Gericht eignet sich solo als kleine Hauptspeise. Für den etwas größeren Hunger empfehle ich euch, dazu Kartoffeln oder auch Nudeln zu servieren.

So, ich werde mal überlegen, welche neuen Rezepte mir in den nächsten schlaflosen Nächten zufliegen. Vielleicht probiere ich es abends aber auch einmal mit einem entspannenden Kräutertee, um dem Schlaf auf die Sprünge zu helfen? Wir werden sehen.

Cremiges Rosenkohl-Maronen-Gratin mit Hafer-Nuss-Crunch

Für 2 Personen braucht man:

400 g Rosenkohl
200 g vorgegarte Maronen
1 mittelgroße Zwiebel
1 EL Kokosöl
80 g Cashewkerne
100 g Lupinen- oder Sojagurt, ungesüßt
200 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
1 TL Salz
frisch gemahlenen weißen Pfeffer
2 Messerspitzen Musknatnuss, frisch gemahlen
15 g glutenfreie Haferflocken
15 g Haselnüsse
1 EL Hefeflocken

So geht es:

1. Die Cashewkerne zwei bis vier Stunden in kaltem Wasser einweichen.

2.  Nach der Einweichzeit die Cashewkerne abgießen und mit Lupinen- oder Sojagurt, Wasser und Zitronensaft im Mixer zu einer geschmeidigen Creme mixen. Die Creme bis zur weiteren Verwendung zur Seite stellen.

3. Den Backofen auf 200° C vorheizen.

4. Den Rosenkohl putzen und halbieren. Die Zwiebel schälen und feinwürfeln. In einer Pfanne das Kokosöl schmelzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze darin anschwitzen. Den Rosenkohl dazu geben und ungefähr zehn Minuten schmoren, bis er etwas gebräunt ist. Die Maronen und die Cashewcreme unterrühren. Alles mit Salz, Pfeffer und frisch gemahlener Muskatnuss abschmecken.

5. Die Gemüsemischung in eine Gratin- oder Auflaufform geben. Für den Hafer-Nuss-Crunch die Haferflocken im Mixer fein mahlen. Die Haselnüsse dazu geben und kurz pulsierend mixen, damit noch kleine Nussstücke erhalten bleiben. Zu guter Letzt die Hefeflocken unterrühren. Den Hafer-Nuss-Crunch auf dem Gratin verteilen.

6. Die Auflaufform in den Backofen schieben und das Gratin 15 Minuten backen.

Enjoy ❤! Eure

16 thoughts on “Cremiges Rosenkohl-Maronen-Gratin mit Hafer-Nuss-Crunch

  1. Huhu Lea,
    daaaanke :-). Ich freue mich über deinen Besuch und dass dir das Rezept gefällt! Ist zurzeit eines meiner liebsten Rezepte, weil es so easypeasy und lecker zugleich ist.
    Sei ganz lieb gegrüßt :-),
    Bianca
    Bianca

  2. Hallo Bianca. Mhhh das klingt sooo gut, eine ganz wunderbare Idee. Muss ich unbedingt probieren. Mein Freund mag leider kein Rosenkohl, aber dann hat es schon mehr Auflauf für mich Muahahha (das sollte so Fieslings – Lache sein, hihi;))
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  3. Huhu Krisi,
    deine Fieslingslache ist wirklich seeehr fies ;-). In dem Fall Glück für dich, dass dein Freund keinen Rosenkohl mag – mein Mann isst supergern Rosenkohl. Da blieb dann in dem Fall eher wenig für mich übrig ;-).
    Liebe Grüße
    Bianca

  4. Das Rezept sieht super lecker aus und ich plane es morgen nachzukochen. Vermutlich eine blöde Frage, aber spricht irgend etwas dagegen die Cashews länger einzuweichen? Dann könnte ich sie ins Wasser legen bevor ich zur Arbeit gehe und abends direkt loskochen.
    Danke und Gruß,
    Stephan

  5. Huhu Stephan,
    freut mich, dass du das Rezept nachkochen möchtest :-). Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, die Cashews auch länger als die genannten 2-4 Stunden einzuweichen. Diese Zahl ist eher eine "Mindestanforderung" und bei den Cashewkernen erfreulich kurz. Auch bei mir landen die Cashewkerne schon mal länger im Wasser, wenn es zeitlich nicht anders passt. Viel Erfolg mit dem Rezept und guten Hunger :-)!
    Liebe Grüße
    Bianca

  6. Hallo Bianca
    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sitze gerade pappsatt auf der Couch. Tolles Rezept, hat super geklappt und werde ich mit Sicherheit noch mal kochen. Und auch die Menge ist ideal, werde morgen die zweite Portion bei der Arbeit essen und die Kollegen werden mal wieder neidisch sein.
    Liebe Grüße und ich freue mich auf weitere Rezepte
    Stephan

  7. Huhu Fabienne,
    das ist schade, dass die Soße bei dir (zu) flüssig geworden ist. Ich habe das Rezept ein paar Mal getestet und die Mengenangaben sind absolut richtig so. Vielleicht eine doofe Frage, aber an die Cashewkerne in der Soße hast du gedacht (weil du nur von Jogurt und Wasser geschrieben hast)? Sobald die Soße mit dem heißen Gemüse vermengt wird, beginnt sie bereits zu stocken und dick zu werden – so dass kein Einköcheln nötig ist. Und im Ofen wird die Masse dann noch einen Tick fester. Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir dem Rätsel auf die Spur kommen, woran es gelegen hat :-)!
    Liebe Grüße
    Bianca

  8. Liebe Bianca,
    das klingt umwerfend gut! Rosenkohl und Maronen gehren zu meinen absoluten Winterfavoriten! Muss ich unbedingt bald nachkochen und hoffe, ganz egoistisch, auf noch viele schlaflos-produktive Nächte deinerseits 😉
    Liebe Grüße,
    Elisabeth

  9. Huhu Elisabeth,
    danke :-). Wenn du Rosenkohl und Maronen auch so liebst – dann ist dieses Rezept perfekt für dich! Ich werde deine Maronencreme übrigens demnächst mal testen, ich esse Maronen sonst nur in herzhaften Gerichten und bin total gespannt auf dein süßes Rezept.
    Liebe Grüße
    Bianca

  10. Liebe Bianca,
    es hat doch etwas länger gedauert, aber heute habe ich dein herrliches Gratin endlich nachgekocht. Sowohl der Mann als auch ich sind begeistert <3 Das wird es jetzt möglicherweise jede Woche geben, solange wir noch Rosenkohl ergattern können! 😀
    Liebe Grüße,
    Elisabeth

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