Bevor ich euch etwas zum heutigen Rezept erzähle, schnell noch eine kleine Neuigkeit: Ab sofort findet ihr mich auch auf facebook. Wer Lust hat, dort vorbei zu schauen: Bitte hier entlang. Ich freue mich jedenfalls über eure Besuche ❤. So, nun aber weiter im Text.
Meinen Verwandten und Freunden verrate ich nix Neues, wenn ich sage, dass Dänemark meine zweite Heimat ist. Naja, nicht physisch, aber zumindest doch gefühlt. Was für andere Italien, Ibiza oder die bayrischen Alpen, ist für mich dieses kleine, fast unscheinbar anmutende Land im Norden: Kaum bin ich dort, fühle ich mich Daheim. Wenn ich verkünde, dass unser Sommerurlaub uns nach Dänemark führt, ernte ich oft mitleidige Blicke. Bilder von feuchtem Sand und Regenjacken, dauerverregneten Tagen, zugebracht in klammen Holzhäusern mit durchgesessenen Möbeln ziehen vor dem geistigen Auge meines Gegenübers vorbei. MEINE inneren Bilder sind ganz andere, muss ich nicht extra sagen, oder? Neben diesem fabelhaften Gefühl der Entschleunigung verbinde ich mit Dänemark vor allem: Essen. Oder vielmehr: Gebäck. Für Süß-Junkies wie mich eigentlich ein Paradies. Eigentlich. Denn vegan sind Snegle und Smørkranz nun nicht gerade (oder ich habe mich bisher zu dusselig angestellt, veganen Kuchen und Gebäck zu finden – wenn jemand einen Tipp für mich hat, bitte melden :-)).
Um die Wartezeit bis zum Urlaub aber dennoch dänisch-süß zu gestalten, habe ich vor Kurzem diese Himbeerschnitten gebacken. An diesem Gebäck kommt man in Dänemark ja kaum vorbei. Und soll ich euch etwas sagen? In meinen prä-veganenen Tagen habe ich nie Himbeerschnitten gegessen. Kein einziges Mal. Sie haben mich einfach nicht besonders interessiert. Nun lebe ich schon eine gefühlte Ewigkeit vegan und auf einmal war er da, der Himbeerschnitten-Heißhunger. Fragt nicht, wieso.
Kurzerhand sind also diese Himbeerschnitten entstanden. Ob sie so schmecken, wie die Dänischen? Keine Ahnung. Unsere Gäste meinten, ja (himbeerschnittenerfahrene Gäste, versteht sich). Bis auf das Ausrollen des Teigs, das ein bisschen Geduld erfordert, ist die Zubereitung denkbar einfach. Die Schnitten lassen sich problemlos nach dem Backen ein bis zwei Tage aufbewahren, ohne trocken zu werden. Wenn mich also mal wieder das Fernweh nach Dänemark überkommt, weiß ich nun, womit ich es für eine Weile in Schach halten kann. So, hier nun das Rezept für euch.
Für 8 Himbeerschnitten braucht man:
300 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
125 g Zucker
1 Prise Salz
185 g kühle Margarine
3 EL kühles Wasser
150 g Himbeermarmelade
150 g Puderzucker
3-4 EL Zitronensaft
Schokoladenstreusel
So geht es:
In einer Schüssel Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker und Salz vermengen. Die Margarine in kleinen Stücken auf die Mehlmischung geben und das Wasser hinzugießen. Alle Zutaten mit möglichst kühlen Händen miteinander verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
Ein Backbleck mit Backpapier auslegen oder gründlich mit Margarine einfetten. Den Backofen auf 175° C vorheizen.
Den Teig nach der Kühlzeit in zwei gleich große Stücke teilen. Nacheinander beide Teighälften zu gleich großen Quadraten ausrollen. Jedes Quadrat sollte ungefähr 30 x 30 cm groß und höchstens 5 mm dick sein. Am besten gelingt das Ausrollen, wenn ihr den Teig zwischen zwei Stücke Frischhaltefolie gebt. Doch auch auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche klappt das Ausrollen.
Das erste Teigquadrat auf das Backblech legen. Es macht übrigens nichts, wenn der Teig einreißt oder an manchen Stellen nicht so schön aussehen sollte, das wird am Ende niemand mehr sehen ;-). Er wird nun gleichmäßig mit der Himbeermarmelade bestrichen. Dann wird das zweite Teigquadrat auf die Marmeladenfläche gelegt. Vor dem Backen wird die Teigplatte mehrmals mit einer Gabel eingestochen. Diese Löcher sind wichtig, damit beim Backen die blubbernde Hitze der Marmelade entweichen kann. Das Blech nun in den Ofen schieben und den Teig 20-25 Minuten backen. Die Oberfläche sollte nur leicht bräunen.
Kurz vor Ende der Backzeit wird der Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einem glatten Guss verrührt. Das Gebäck aus dem Ofen holen und nur kurz etwas abkühlen lassen. Den Guss auf dem noch warmen Gebäck verstreichen und sofort gleichmäßig mit den Schokoladenstreuseln bestreuen. Sobald alles etwas abgekühlt ist, das Gebäck in acht Schnitten zerteilen.

Enjoy ❤! Eure

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