Dänischer Himbeerkuchen mit Krokanthaube

by kirschbiene-

Dies ist ein weiterer Kuchen aus der Reihe „Kirschbienes Klassiker“. Er steht bei uns häufig auf der Kuchentafel, da die Kombination aus säuerlichem Obst, süßem Vanillepudding und knusprigem Krokant einfach bei allen gut ankommt. Das Original wird mit Kirschen gebacken (auch sehr lecker!), doch eines schönen Urlaubs an der dänischen Nordeseeküste überkam mich unbändige Lust, diesen Kuchen zu backen. Doch weit und breit waren keine Kirschen aufzutreiben – dafür jedoch Himbeeren en masse. Kurzerhand wurde der Kuchen also mit den Himbeeren gebacken und gefiel uns spontan sogar noch besser als mit Kirschen (obwohl ich Kirschen heiß und innig liebe). Seitdem gehört der dänische Himbeerkuchen bei uns zu fast jeder Geburtstagsfeier dazu. Wichtig ist, ihn nach dem Backen wirklich gut auskühlen zu lassen, damit die Puddingmasse sich „setzen“ kann. Andernfalls riskiert man, dass der Pudding beim Anschneiden „wegquillt“, was dem Geschmack null komma null Abbruch tut, aber eben nicht so schön aussieht. Und wenn man sich schon die ganze Mühe macht, soll das Ergebnis ja auch nett aussehen, oder? Ich habe den Kuchen übrigens auch schon mit Mandeln statt der Haselnüsse gebacken, das schmeckt ebenfalls sehr, sehr lecker.

Für den Mürbeteig braucht man (für eine Springform mit 26 cm Durchmesser):
150 g Weizenmehl
50 g Weizenvollkornmehl
2 TL Backpulver
100 g gemahlene Haselnüsse
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
140 g Margarine

Mehl und Backpulver vermengen, dann Zucker, Vanillezucker, Salz und gemahlene Haselnüsse hinzugeben. Alle trockenen Zutaten verrühren, dann die Margarine in Flöckchen hinzugeben und mit möglichst kühlen Händen alles rasch zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig dann in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung braucht man:
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
500 ml Sojamilch
2 EL Zucker

Das Puddingpulver mit 6 Esslöffeln von der Sojamilch und dem Zucker anrühren. Die restliche Sojamilch in einem Topf zum Kochen bringen, die Puddingpulvermasse einrühren und alles kurz bei kleiner Hitze köcheln, dann vom Herd nehmen.

Für die Krokantmasse braucht man:
100 g gehackte Haselnüsse
75 g Zucker
65 g Margarine

Die Zutaten in einen Topf geben, alles auf dem Herd erhitzen, bis die Margarine vollständig geschmolzen ist.

Während die Krokantmasse leise vor sich hinköchelt, eine Springform fetten und mit dem Mürbeteig auskleiden. Dabei einen mittelhohen Rand ziehen.

Zum Fertigstellen des Kuchens braucht man:
3-4 EL Semmelbrösel
500 g tiefgekühlte Himbeeren

Den Mürbeteig mit den Semmelbröseln bestreuen und dann die tiefgefrorenen Himbeeren darauf verteilen. Es ist wichtig, dass die Himbeeren noch gefroren sind, da aufgetaute Himbeeren zu wässrig wären und den Kuchenboden beim Backen zu schnell durchweichen würden.

Dann den noch warmen Pudding gleichmäßig auf den Himbeeren verteilen und zu guter Letzt die ebenfalls warme Krokantmasse darüber geben.
Den Kuchen bei 180° C im vorgeheizten Backofen etwa 40-45 Minuten backen. Nach dem Backen den Kuchen aus dem Ofen holen und vorsichtig mit einem scharfen Messer am Rand der Kuchenform entlang fahren, die Form entfernen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen. Ideal wäre ebenfalls ein Aufenthalt im Kühlschrank.

Enjoy ❤! Eure

kirschbiene

12 Comments

  1. Saskia

    Oh den gibts nächstes Wochenende gleich. Habe heute deinen doppelten Schokocremekuchen gebacken und werde ihn morgen kosten (bleibt erstmal einen Tag im Kühlschrank). Ich hatte keine Blockschoki da und habe anstelle der zweiten Schokischicht Schokosahne drüber gemacht (Soyatoo und Kakao). Also lecker sieht der auf jeden Fall schon aus. ^^

    30 . Apr . 2011
  2. birrrd

    boah sieht der umwerfend aus. ich hoffe, dass ich demnächst wieder einen backofen mein eigen nennen kann 🙁

    01 . Mai . 2011
  3. Kirschbiene

    Saskia, du bist wohl auch so eine Kuchenschnute wie ich, was ;-)? Ich bin gespannt, wie dir der Schokokuchen schmeckt (es ist auf jeden Fall eine gute Idee, ihn über Nacht im Kühlschrank zu lassen). Schade, dass du die Schokoganache nicht machen konntest, die ist nämlich wirklich genial. Die solltest du irgendwann mal ausprobieren, aber erst einmal wünsche ich dir guten Appetit mit deiner doppelten Schokovariante :-). Und dann natürlich gutes Gelingen beim Backen des Himbeerkuchens!

    birrrd, dankeschön :-). Wie kommst du denn so ohne Backofen aus? Das stelle ich mir für mich nahezu unmöglich vor, ich könnte ohne Kuchen nicht leben *lach*.

    01 . Mai . 2011
  4. birrrd

    ja, das ist eine gute frage. vor allem, weil ich ja nicht mehr einfach in die bäckerei spazieren und meinen kuchen-hunger dort bekämpfen kann.
    bisher klappts aber erstaunlich gut. ich kämpfe mit waffeln, ich kämpfe mit selbstgemachtem eis, müsli und mit den von der schwiegermutter aus den usa geschickten leckersten keksen. und manchmal hilft einfach das wissen, dass diese sachen im schrank auf mich warten. 😉

    10 . Mai . 2011
  5. Kirschbiene

    Birrrd – hey, wieso "kämpfst" du denn mit Waffeln und Eis ;-)? Ist ein Ende der backofenfreien Zeit in Sicht?

    15 . Mai . 2011
  6. Anonym

    Seit ich vegan bin, habe ich mir angewöhnt, zu den zahlreichen Festen meiner allesessenden "Schwieger"-Familie einen veganen Kuchen mitzubringen, damit ich nicht immer vor einem leeren Teller sitzen und mich anstarren lassen muss. Höflich wurde auch stets ein Stückchen von allen probiert und meist als "ganz gut" befunden, nach dem Motto "kann man essen – muss man aber nicht"! Ich fand sie zwar stets sehr lecker, aber die omnivore Familie meines Freundes konnte ich damit leider nicht vom tierleidfreien Kochen überzeugen.
    Bis ich letzten Monat diesen Kuchen mitbrachte! (Lediglich mit der klitzekleinen Änderung, dass ich gemischte Waldbeeren verwendete). Meine Schwiegermutter, die sonst nichts anderes als Sahnekuchen futtert, war dermaßen hellauf begeistert, dass sie mich sogar noch einmal am nächsten Tag anrief, um noch einmal zu sagen, wie lecker der Kuchen doch war! Auch die anderen haben mit sichtlich größerer Begeisterung zugelangt, als es bisher der Fall gewesen war.
    Danke dafür!
    Ich freue mich auch schon darauf, weitere Rezepte von Dir auszuprobieren und so vielleicht den einen oder anderen von veganen Alternativen überzeugen zu können!

    03 . Jan . 2012
  7. Kirschbiene

    Hallo – ich wollte mich mal für diesen wirklich netten Kommentar bedanken (@Anonym). Das freut mich total, dass der Kuchen so gut bei deiner Familie bzw. der deines Freundes angekommen ist (*Freudentanz aufführ*). Auch in meiner Familie (die veganes Essen jedoch von Vornherein mag, vor allem, wenn ICH koche & backe ;-)) ist dieser Kuchen DER Geburtstagskuchen schlechthin. Wann immer ich etwas backen möchte – irgendjemand wünscht sich garantiert dieses Exemplar. Mit Kirschen schmeckt er übrigens auch ganz toll!
    Ich freue mich jedenfalls, wenn ich ein klitzekleines Stück dazu beitragen kann, in deiner Familie veganes Backwerk etwas populärer zu machen :-)!

    15 . Jun . 2012
  8. VEGamy

    Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    27 . Dez . 2012
  9. Anonym

    Wenn ich den Kuchen mit Kirschen machen möchte, nehme ich dann auch tiefgefrorene oder welche aus dem Glas?
    Danke 🙂

    27 . Mrz . 2014
  10. Kirschbiene

    @anonym: Ich würde Kirschen aus dem Glas nehmen. Wichtig ist, sie wirklich gründlich abtropfen zu lassen, also am besten schon eine ganze Weile vor dem Backen in ein Sieb geben.

    30 . Mrz . 2014
  11. Anonym

    Das sieht ja köstlich aus! Kann man das auch mit frischen Himbeeren machen? Denn wir haben noch den ganzen Garten voll und schon viel zu viel Marmelade gekocht 😉

    10 . Okt . 2014
  12. Kirschbiene

    Huhu, ich habe deinen Kommentar leider verpennt, sorry. Ob dieser Kuchen auch mit frischen Himbeeren gelingt, kann ich leider nicht garantieren. Die "Gefahr", die besteht, ist ja, dass der Boden durchweicht. Wenn der Kuchenboden dick genug und mit ausreichend Semmelbröseln bestreut ist, würde ich einen Versuch wagen. Ich würde mich jedenfalls über ein Feedback freuen, ob der Kuchen gelungen ist :-).

    24 . Okt . 2014

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