Im Grunde bin ich kein richtiger Suppenkasper. Streicht euch den heutigen Tag also im Kalender an, denn Suppenrezepte werden hier vermutlich in der Minderheit bleiben. Es ist nicht so, dass ich Suppen nicht mag. Im Gegenteil, ich esse sie schon recht gern, habe allerdings suppentechnisch gesehen einen sehr beschränkten Geschmack: Linsensuppe liebe ich, seit ich ein Kind bin. Und einen Herbst ohne Kürbissuppe kann ich mir so gar nicht vorstellen. Auch der Steckrübeneintopf von meiner Mama ist toll, aber Eintöpfe sind ja keine Suppen, oder? Denn da würden mir noch ein paar Gerichte mehr einfallen, die ich klasse finde.
Tja, Suppen sind mir in der Zubereitung wohl oft zu „langweilig“. Dabei ist es eigentlich ja ziemlich toll, einfach ein paar Dinge in einen großen Topf zu werfen und nach kurzer Zeit ein warmes Essen zu haben. Dennoch koche ich nur selten Suppen und käme im Restaurant nie auf die Idee, mir eine zu bestellen. Weiß jemand, wieso?? Ich habe das Gefühl, ich tue Suppen damit Unrecht, denn sie wärmen schließlich so schön, wofür ich ihnen vor allem im Winter wirklich dankbar bin.
Neulich gab es also diese Kartoffelsuppe, da ich keine Lust hatte, noch einzukaufen und außer Kartoffeln sowie einer großen Süßkartoffel kaum Gemüse im Haus hatte. Das Süppchen war überraschend gut – nichts Spektakuläres oder noch nie Dagewesenes. Nö, es war einfach eine sättigende, ehrliche Mahlzeit, die uns mit einem guten Gefühl zurückgelassen hat und einfach in der Zubereitung ist.

Für 2 Personen braucht man (oder für 4 Personen, wenn die Suppe als Vorspeise serviert wird):
650 g Kartoffeln
1 Süßkartoffel (ca. 350 g)
1 Zwiebel
1/2 kleine Lauchstange
1 EL Rapsöl
350-400 ml Gemüsebrühe
50 ml Soja- oder Hafersahne
1 TL Curry
Salz
weißer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
100 ml Öl zum Frittieren (ein möglichst geschmacksneutrales Öl verwenden)

So geht es:
Kartoffeln und Süßkartoffel schälen. Die Hälfte der Süßkartoffel beiseite stellen, die andere Hälfte würfeln. Die Kartoffeln ebenfalls in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, das Rapsöl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Wenn die Zwiebelwürfel etwas Farbe angenommen haben, die gewürfelten Kartoffeln und Süßkartoffeln dazu geben. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und alles in ca. 15-20 Minuten weich köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die zweite Süßkartoffelhälfte in sehr schmale Scheiben schneiden, je dünner, desto besser. Das Öl in einen Topf geben und erhitzen. Um festzustellen, ob das Öl heiß genug ist, eine Süßkartoffelscheibe probeweise hinein geben. Dann die Süßkartoffelscheiben nach und nach im heißen Öl ausbacken, bis sie gebräunt und kross sind. Die Scheiben mit einem Schöpflöffel aus dem Öl nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Sind die Kartoffelwürfel weich, alles fein pürieren. Die halbe Lauchstange putzen und in dünne Scheiben schneiden, dann in die pürierte Suppe geben und wenige Minuten ziehen lassen, bis der Lauch weich ist. Zu guter Letzt die Suppe mit Sahne und den Gewürzen fein abschmecken. Die Süßkartoffelchips hinzugeben und die Suppe schön heiß genießen.

Enjoy ❤! Eure

4 thoughts on “Doppelte Kartoffelsuppe mit Süßkartoffel-Chips

  1. Deine Suppeneinstellung teile ich. Mein Beitrag über einen Erbseneintopf, der gleich veröffentlich wird, klingt ähnlich :-). Ich mag Erbseneintopf, Linsensuppe und Kohleintöpfe. Alles andere an Suppen finde ich einfach langweilig und sie machen mich meistens nicht satt. Ich würde mir im Restauran auch nie eine Suppe bestellen. Und mit Kartoffelsuppe kann man mich kilometerweit jagen (irgendwie sagt mir da diese – dezent ausgedrückt – cremige Konsistenz nicht zu…). Aber das Bild sieht trotzdem toll aus *gg*! LG! -jwoj-

  2. Hallo liebe Kirschbiene,

    Dein Rezept haben wir heute nachgekocht – verdammt lecker :-)) Hast Du auch eine email-Adresse, wir würden Dich gerne etwas fragen 🙂

    Liebe Grüsse
    Tina

  3. Cara: Dankeschön :-). Dabei ist dieses Süppchen im Grunde so simpel. Aber die einfachen Dinge im Leben sind ja oft die schönsten.

    Jwoj: Das ist witzig, das du die gleiche Einstellung zu Suppen hast ;-). Wenn mir Suppen vorgesetzt werden, esse ich sie natürlich und finde sie auch oft lecker – aber sie animieren mich einfach nicht so richtig zum Nachkochen.
    Allerdings finde ich Kartoffelsuppen durchaus lecker, cremig & sämig ist schon mein Ding. Vielleicht entdecke ich ja nach und nach doch noch ein paar Suppen für mich, wer weiß :-).

    Tina: Hey, das freut mich, dass euch die Suppe geschmeckt hat. Meine Email Addi lautet: kirschbienekocht(at)t-online.de

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