Die Schokoholics unter euch verstehen sicherlich, welchen Stellenwert Rezepte mit Schokolade bei mir haben. Schon immer war es Schokolade, die auf Platz 1 meiner liebsten Süßigkeiten stand. Dabei war ich früher nie besonders wählerisch. Ob als Schokoladentafel, als Nussnougat-Aufstrich, als Trinkkakao oder Eis am Stiel – so lange Kakao drin war, war es gut. Faszinierend zu beobachten, wie sich (Ess)Gewohnheiten über die Jahre zwar wandeln können, grundlegende Vorlieben aber bestehen bleiben. Ich würde behaupten, dass ich mich ziemlich vollwertig ernähre, auf saisonales Gemüse und Obst Wert lege, möglichst biologisch einkaufe und so gut wie alles selbst zubereite, also weiß, was sich in meinem Essen befindet.

Doch komme ich in die Nähe von Schokolade, setzt schnell etwas bei mir aus. Werde zum kleinen Kind, das in Omas Küchenschrank nach der Nuss-Schokolade sucht. Zum Teenager, der bei Kuchen am liebsten die Schokoglasur abkratzt und zum Abendessen Toastbrot mit Nutella isst. Kaum etwas vermittelt (mir) so ein Wohlgefühl wie Schokolade. Als ich daher entdeckte, dass Schokolade gesund sein kann, war das für mich wie Geburtstag und Weihnachten auf einmal.

Nun rede ich nicht davon, sich Schokoladentafeln en masse einzuverleiben. In üblicher Schokolade, die man im Supermarktregal findet, befinden sich nun einmal verschiedene Zutaten, die man besser nicht zu häufig zu sich nehmen sollte. Und wenn man davon spricht, dass Schokolade gesund sein kann, kommt man an der Grundzutat, nämlich dem Kakao, nicht vorbei. Und um ganz genau zu sein, muss man von rohem Kakao sprechen. Der pur eher gewöhnungsbedürftig schmeckt, herb, bisweilen bitter, und mit der handelsüblichen Schokolade erst einmal wenig gemein hat. Doch in verschiedenen Zubereitungsarten kommt sein Geschmack toll zur Geltung – und wenn man seine gesundheitlichen Vorteile nutzen möchte, tut man gut daran, ihn nicht zu erhitzen.

Besonders schön finde ich ja seine Wirkung auf unser Wohlbefinden. Denn roher Kakao enthält diverse Stoffe, die die Produktion von Glückshormonen ankurbeln. Zu diesen Botenstoffen gehört vor allem Serotonin. Es ist nicht nur für unsere emotionale Balance verantwortlich, sondern für viele weitere wichtige Körperfunktionen wie die Regulation unserer Körpertemperatur und eine funktionierende Verdauung. Doch vor allem kennt man Serotonin als DAS Glückshormon – zu wenig davon kann zu Ängstlichkeit, schlechter Laune oder Aggressivität führen.

Isst man nun bestimmte Lebensmittel, kann man die Produktion von Serotonin im Gehirn ankurbeln. Wichtige Baustoffe für Serotonin findet man in hohen Mengen in Cashewkernen, getrockneten Datteln, Haferflocken, rohem Kakao. Mal ehrlich, wie fabelhaft ist das? Diese vier Zutaten sind nämlich ganz zufällig die Hauptbausteine für diese Hafer-Cashew-Schnitten. Die Schnitten schmecken also nicht nur fabelhaft, sondern machen auch noch glücklich!

Hafer-Cashew-Schnitten mit Schokoladen-Dattel-Guss
Für eine quadratische Form (ca. 16 x 16 cm) braucht man:
Für den Boden:
125 g Cashewkerne
75 g Haferflocken
50 g Kokosraspel
35 g Kokosöl
35 g Cashewmus
60 g Ahornsirup
Für den Schokoladen-Guss:
100 g Medjooldatteln (entkernt gewogen)
20 g Kokosöl
25 g rohes Kakaopulver
30 g Ahornsirup
115 g ungesüßte Reis- oder Mandelmilch
ein paar Kokosraspel zum Bestreuen
So geht es:
1. Zunächst die Hafer-Cashew-Schicht vorbereiten. Dazu das Kokosöl in einem kleinen Töpfchen auf dem Herd schmelzen. Cashewkerne, Haferflocken und Kokosflocken im Foodprocessor fein mahlen. 
2. Das flüssige Kokosöl, Cashewmus und Ahornsirup dazu geben und alles zu einer klebrigen Masse mixen. Diese Masse in eine mit Backpapier ausgekleidete Form geben und mit den Händen flach drücken.
3. Für den Schokoladen-Guss nun das restliche Kokosöl schmelzen. Die entkernten Medjooldatteln in den Foodprocessor oder Hochleistungsmixer geben, das flüssige Kokosöl, Kakaopulver, Ahornsirup und Pflanzenmilch hinzugeben. Alle Zutaten zu einer möglichst gleichmäßigen Creme mixen, eventuell etwas mehr Flüssigkeit hinzufügen – doch je weniger, desto besser.
4. Die Schokoladenmasse auf die Hafer-Cashew-Schicht geben und glatt streichen. Die Form für mindestens zwei Stunden ins Tiefkühlfach stellen. Vor dem Servieren ungefähr 5-10 Minuten bei Zimmertemperatur antauen lassen und dann mit Kokosraspeln bestreuen. Die Schnitten können, wenn sie einmal fest waren, auch im Kühlschrank aufbewahrt werden, haben dann jedoch eine etwas weichere Konsistenz.
Enjoy ❤! Eure

6 thoughts on “Hafer-Cashew-Schnitten mit Schokoladenguss

  1. Huhu Liz,

    danke für deinen Kommentar :-). Ich benutze seit einiger Zeit keinen Foodprocessor mehr, da mein Vitamix alle anfallenden Küchenarbeiten wunderbar erledigt. Vor dem Vitamix hatte ich einen Foodprocessor von Kenwood, der tapfer alles zerkleinert hat. Ich weiß aber das genaue Modell leider nicht mehr. Schau doch mal bei der lieben Lynn vorbei, sie hat mal einen interessanten Beitrag geschrieben und Empfehlungen zu Foodprocessorn gegeben:

    http://de.heavenlynnhealthy.com/welcher-food-processor-ist-der-beste/

    Vielleicht ist da ja ein guter Tipp für dich dabei.

    Liebe Grüße 🙂
    Bianca

  2. Hihi, ich bin ja aboslut kein Schokoanhänger, noch nicht mal als Kind, aber deine Haferschnitten sehen super lecker aus und sind sicher auch für nicht Schokoholics;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  3. Huhu Krisi,
    ich habe davon gehört, dass es Menschen geben soll, die nicht so auf Schokolade stehen – trotzdem ist das für mich irgendwie unvorstellbar ;-). Aber es gibt ja zum Glück genug andere Leckereien :-).
    Es freut mich also ganz besonders, dass dir die Schnitten gefallen!
    Liebe Grüße
    Bianca

  4. Liebe Bianca,

    auf Deine Rezepte ist wirklich immer Verlass: Gestern habe ich mich schon den ganzen Tag auf diese Schnittchen gefreut (auf die Zubereitung UND das Essen versteht sich) und wurde nach der Wartezeit, bis im Tiefkühler alles schön fest wurde, reich belohnt. So eine leckere Kombination – nussig, schokoladig, cremig, glücklich stimmend (keine Gedanken an den blöden Herbst mehr). :-). Also wieder mal ein super geniales Rezept. Danke, danke, danke dafür.

    Süße Grüße
    Brigitte

  5. Huhu Brigitte,
    dass die Schnitten die Gedanken an den Herbst vertreiben konnten, ist wohl das höchste Kompliment ;-). Schööön. Hach, ich freue mich total über dein liebes Feedback, vielen Dank :-)!
    Und bekomme Lust, die Schnitten mal wieder selbst zu machen. Es ist nämlich gerade sehr herbstlich hier ;-).
    Liebe Grüße
    Bianca

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