Lauch-Pastinaken-Gemüse auf Feldsalat

by kirschbiene-

Feldsalat hat viele bekannte Namen: Je nach Region wird er zum Beispiel auch Nüsschen, Rapunzelsalat oder Mäuseöhrchensalat genannt. Ein Salat mit so vielen netten Namen kann nur toll sein, oder? Bei meiner persönlichen Salatolympiade gehört Feldsalat definitiv aufs Treppchen. In der kalten Jahreszeit versorgt uns dieser winterharte Salat mit vielen wichtigen Nährstoffen wie Beta Carotin und Folsäure. Nach Petersilie ist er zudem das Gemüse mit dem zweithöchsten Eisengehalt. Gesund & lecker – eine tolle Kombination also. Lediglich um das Putzen des Salats habe ich mich immer gern herumgedrückt. Um so glücklicher bin ich, dass der Feldsalat vom Gemüsehändler meines Vertrauens nur ganz feine, zarte Wurzeln hat – die dürfen dran bleiben, so dass der Salat nur gründlich gewaschen und „entsandet“ werden muss.
Für dieses Gericht habe ich den Feldsalat mit gedünsteten Pastinaken, gebratenem Lauch, Tofuwürfeln und Cashewkernen kombiniert. Leckerschmecker!

Für 2 Personen braucht man:
100 g Feldsalat
2-3 mittelgroße Pastinaken
1/2 Lauchstange
100 g Räuchertofu (oder eine andere Sorte wie Mandel-, Basilikum-,…Tofu)
10 eingelegte Tomaten
2 EL Cashewkerne, ungeröstet
2 EL Leinöl*
2-3 EL Obstessig
1/2 TL Agavensirup
Öl zum Braten, z.B. Rapsöl
Salz, Pfeffer

So geht es:
Die Pastinaken schälen und in Stifte schneiden. Den Lauch putzen, in Ringe schneiden und diese wiederum halbieren. In einem kleinen Topf etwa 150 ml Wasser zum Kochen bringen, dann die Pastinakenstifte im Wasser bei geschlossenem Deckel und niedriger Temperatur in ca. 10 Minuten bissfest dünsten. Den Lauch in etwas Öl anbraten und so lange schmoren, bis auch er bissfest ist.
Den Tofu in Würfel schneiden und in einer Pfanne von allen Seiten kross anbraten. Währenddessen den Feldsalat gründlich waschen und auf einer Platte anrichten. Die abgetropften Tomaten klein schneiden und die Cashewkerne halbieren.
Wenn Pastinaken und Lauch gar sind, beides auf dem Feldsalat verteilen. Die Tofuwürfel und die Tomaten darüber geben, zuletzt die Cashwekerne darauf streuen. Für das Salatdressing das Leinöl mit dem Obstessig und dem Agavensirup verquirlen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und über Salat und Gemüse träufeln.

* Leinöl ist nicht jedermanns Sache: Der Geschmack wird oft als „nussig“ oder „heuartig“ beschrieben und definitiv hat Leinöl einen *ähm* prägnanten Eigengeschmack (den ich anfangs wirklich merkwürdig fand, inzwischen jedoch sogar mag). Bereits kurz nach Öffnen der Ölflasche kann Leinöl einen bitteren Geschmack entwickeln – daher muss es immer kühl und vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Zudem sollte man das kaltgepresste Leinöl innerhalb weniger Wochen aufbrauchen. Wer diesen Geschmack also nicht so klasse findet, kann auch ein mildes Öl, wie z.B. Rapsöl, für das Dressing verwenden. Ich kann Leinöl dennoch jedem ans Herz legen: Es besteht zu über 90% aus ungesättigten Fettsäuren und ist eine der wenigen wertvollen Quellen der – nicht nur für Veganer – so wichtigen Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Das ist meiner Ansicht nach doch echt ein guter Grund, dieses gesunde Öl regelmäßig in seinen Speisplan einzubauen. Und irgendwann nimmt man den dollen Eigengeschmack gar nicht mehr so wahr, ich schwöre!

Enjoy ❤! Eure

kirschbiene

5 Comments

  1. Catcanada

    Mhhhh, Pastinaken und Feldsalat! Ein Traum!

    Ich kippe mir immer ein wenig Leinöl in mein Frühstücksmüsli oder in Oatmeal oder sonstiges püriertes Essen und finde, dass man den Eigengeschmack gar nicht so merkt, wenn genügend Obst oder andere Süße im Essen ist. Bei herzhaften Gerichten ist es ja auch völlig in Ordnung, wenn man das Leinöl rausschmeckt. Aber ist, wie alles andere auch, natürlich Geschmackssache. Mein Leinöl steht im Kühlschrank. Hab extra die kleinste Flasche gekauft, damit ich es auch aufbrauche, bevor es ranzt. Bisher riecht und schmeckt es aber noch absolut normal. 🙂

    PS: Mein Blog ist eigentlich auf blog.de, aber ich musste mich hier mit einem recht alten Nutzernamen anmelden. Hier der Link zum aktuellen Blog: http://www.mixxedgreens.blog.de

    13 . Mrz . 2011
  2. Mneme

    Mhhh, Feldsalat liebe ich auch und Pastinaken habe ich tatsächlich noch nie probiert. Ich glaub, ich versuch das mal! 🙂

    13 . Mrz . 2011
  3. Kirschbiene

    Mneme: Wenn du Pastinaken noch nicht kennst, ist dies sicher ein gutes Einsteiger-Rezept ;-). Ich behandele sie meist wie Karotten, sprich, alles was man so mit Karotten zubereiten kann, lässt sich in der Regel auch prima mit Pastinaken anstellen.

    Catcanada: Leinöl im Frühstückmüsli? Respekt, du bist wirklich tough ;-)!
    Ja, Leinöl ist absolut Geschmackssache. Neulich hatte ich es in einem Salatdressing für einen recht zarten, milden Salat verwendet – da ist mir der Geschmack eher negativ aufgefallen, das hat so gar nicht harmoniert und ich wusste wieder, was mit "heuartigem Geschmack" gemeint ist ;-).
    Ich probiere also nach wie vor fleißig aus, wo mir Leinöl schmeckt und wo ich eher diesen "och nee" Geschmack habe.

    15 . Mrz . 2011
  4. visionvegan

    Das sieht toll aus! Ich liebe Räuchertofu. Und Feldsalat auch… Das wird demnächst mal ausprobiert.

    15 . Mrz . 2011
  5. Kirschbiene

    visionvegan, dann viel Spaß beim "Nachbauen" :-).

    19 . Mrz . 2011

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