Marinierter Räuchertofu mit Röstgemüse

by kirschbiene-

Dass ich Tofu mag, habe ich ja schon kund getan. Es gibt ihn bei uns gebraten, frittiert oder einfach pur, aufs Brot, im Eintopf oder im Salat. Okay, das klingt jetzt so, als würden wir täglich Tofu essen – das nun auch wieder nicht. Schließlich gibt es so viele tolle Lebensmittel, die gleichberechtigt gegessen werden wollen, dass nicht immer Platz für Tofu ist. Doch dem Tofu gehört mein Herz und ich bin daher stets auf der Suche nach neuen Rezeptideen.
Neulich stolperte ich über die Anregung, Räuchertofu zu marinieren und dann zu braten. Räuchertofu hat ja von Haus aus – je nach Hersteller – bereits ein eher mildes bis ausgeprägtes Räucheraroma. Durch eine Marinade kommt dieses Aroma jedoch erst aufs Tollste zur Geltung. In einer würzig-süßen Soße geschmort, passt der Räuchertofu gut zu Röstgemüse, das mit verschiedenen Gewürzen und Knoblauch im Ofen zubereitet wird.
Für die Tofu-Marinade habe ich unter anderem rote Currypaste verwendet, die es für schmalen Kurs im Asialaden gibt. Sie enthält vorwiegend getrocknete rote Chili, Knoblauch, Koriander und Kreuzkümmel. Sie gibt der Marinade das gewisse Etwas – wer diese Würzpaste nicht erhält, kann sie also durch die oben genannten Gewürze ersetzen.
Wir hatten als Beilage zu Tofu und Gemüse Naturreis, auch Couscous stelle ich mir toll dazu vor. Für die Zubereitung dieses Gerichts sind mehrere Arbeitsschritte notwendig, doch diese sind allesamt ziemlich einfach und nehmen jeweils nicht viel Zeit in Anspruch. Lediglich den Tofu muss man eine Weile in Ruhe lassen, damit er gut durchziehen kann. Aber in der Zwischenzeit kann man ja etwas anderes machen – ein gutes Buch lesen, schlafen oder einen Spaziergang machen ;-).

Für 2 Personen braucht man:
300 g Räuchertofu (je nach Belieben)
4 EL Sojasoße (Shoyu)
2 EL Sesamöl
1 TL rote Currypaste
1/2 TL Salz (oder weniger, wenn die Sojasoße bereits recht salzig ist)
Öl zum Braten

So geht es:
Den Räuchertofu über Nacht einfrieren und am nächsten Tag wieder auftauen lassen. Das Einfrieren verändert die Konsistenz des Tofus positiv und ist vor allem bei den eher weichen Tofusorten angebracht – sie lassen sich nach dem Auftauen wunderbar schneiden, da sie nicht mehr so „wabbelig“ sind und nehmen auch die Marinade besser an. Im Asialaden ist häufig Räuchertofu erhältlich, der bereits sehr fest ist – dieser braucht vor dem Marinieren nicht unbedingt eingefroren werden.
Den aufgetauten Tofu in Scheiben schneiden (ca. 1-1,5 cm Dicke). In einer flachen Schale die Zutaten für die Marinade verrühren und die Scheiben hineinlegen. Den Räuchertofu ungefähr vier Stunden in der Marinade ziehen lassen. Anschließend von beiden Seiten in etwas heißem Öl braten, dann aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Sollte noch Marinade übrig sein, diese aufheben. Nun die Soße sowie das Ofengemüse zubereiten.

Für das Ofengemüse braucht man:
600 g Hokkaido
1 große Rote Beete
40 ml Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1 TL Salz
1/2 TL Curry
etwas weißer Pfeffer
1 TL getrockneter Majoran

So geht es:
Den Hokkaido putzen und in Spalten schneiden. Die Rote Beete schälen und in Scheiben schneiden, die Scheiben dann halbieren. Das Öl und die Gewürze in eine Schüssel geben, die Knoblauchzehe schälen und hinzu pressen. Das Gemüse in die Marinade geben und am besten mit den Händen vorsichtig mit der Marinade vermengen. Das Gemüse auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen bei 190° C 25 Minuten backen.

Für die Soße braucht man:
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Rapsöl
2 EL Sojasoße (Shoyu)
1 TL Ahornsirup
1 EL Tomatenmark
ca. 100-150 ml Gemüsebrühe
evtl. die Reste der Tofu-Marinade

So geht es:
Während das Gemüse im Ofen vor sich hinröstet, die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Zuerst die Zwiebel in dem Rapsöl anbraten, dann die Knoblauchzehe kurz mitbraten und beides mit der Sojasoße ablöschen. Ahornsirup und Tomatenmark unterrühren, das Ganze dann mit der Gemüsebrühe aufgießen und bei niedriger Hitze leicht vor sich hinsimmern lassen. Die restliche Tofu-Marinade ebenfalls dazu geben. Die Soße sollte nach kürzester Zeit leicht eingedickt sein. Zu guter Letzt die gebratenen Tofuscheiben in die Soße geben.

Den Räuchertofu nun mit dem Röstgemüse sowie Reis (oder Couscous) servieren.

Enjoy ❤! Eure

kirschbiene

2 Comments

  1. Anonym

    Da ich momentan mitten in meinen Examensprüfungen stecke, komme ich leider grad nicht wirklich zum Kochen und nehme meist mit irgendwelchen Resten vorlieb. Aber deine Rezepte machen richtig Appetit, da würde ich schon gerne mal zum Essen vorbeikommen 🙂

    03 . Jan . 2012
  2. Kirschbiene

    Für deine Examensprüfungen viel Glück & gute Nerven! Gerade in so stressigen Zeiten verlangt der Körper natürlich danach, gut umsorgt zu werden – du könntest gern zum Essen vorbeikommen ;-).

    22 . Jan . 2012

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