Omas Rotkohl

by kirschbiene-

Ich hoffe, ihr da draußen hattet schöne Weihnachten und das Christkind/der Weihnachtsmann haben euch mit willkommenen Geschenken bedacht?
Für mich hat Weihnachten immer viel mit Essen zu tun (wen wundert’s?). Manche Traditionen ändern sich wohl nie und eine davon ist die, am 1. und 2. Weihnachtstag so richtig üppig zu essen. Während es an Heiligabend bei uns seit Jahren Kartoffelsalat mit Würstchen gibt, wird an den beiden folgenden Weihnachtsfeiertagen bis zum Umfallen in Töpfen und Pfannen gerührt, bergeweise Essen aufgetischt und unter vielen „aaahs“ und „ooohs“ gegessen, bis man wirklich pappsatt ist. Ich liebe sowohl das Kochen als auch das Essen, insofern finde ich diese Tradition toll :-). Und wie schon in meiner Kindheit, ist auch noch heute Rotkohl DIE Beilage zum Weihnachtsessen schlechthin. Natürlich kann man Rotkohl auch fix und fertig kaufen, aus dem Glas oder dem Tiefkühlfach. Doch selbstgemacht ist für mich einfach am schönsten. Daher teile ich heute mal mein liebstes Rotkohlrezept mit euch. Denn auch, wenn Weihnachten vorbei ist – Rotkohl schmeckt natürlich bekanntlich auch an jedem anderen (Winter)Tag.

Für 2-3 Personen braucht man:
1 kleinen Kopf Rotkohl*
1 kleine Zwiebel
1 EL Margarine
1 EL Zucker
1 säuerlicher Apfel (Boskoop)
1 EL Essig, z. B. Himbeeressig
1 Zimtstange
1 Lorbeerblatt
5 Nelken
1 EL Johannisbeergelee
Salz, etwas weißer Pfeffer
ca. 250 ml Wasser

* Das Wort „klein“ ist natürlich immer ein bisschen relativ. Unser Rotkohlkopf war aber wirklich klein. Ich würde sagen, er hatte in etwa die Größe eines Handballs. Für Rotkohl ist das also wirklich ein Winzling gewesen. Wenn ihr einen größeren Kopf habt, die übrigen Zutaten also bitte entsprechend anpassen.

So geht es:
Den Rotkohl halbieren und den Strunk entfernen. Anschließend in schmale Streifen schneiden, in ein Sieb geben, waschen und abtropfen lassen.
Die Zwiebel schälen und würfeln. Den Apfel ebenfalls schälen und in größere Würfel schneiden. In einem Topf die Margarine zerlassen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Den Zucker hinzugeben und die Zwiebel leicht karamellisieren lassen. Nun den Rotkohl sowie Essig (wichtig, damit die schöne Farbe des Rotkohls erhalten bleibt), Zimtstange, Lorbeerblatt und Nelken hinzugeben. Das Wasser hinzu gießen und den Rotkohl bei mittlerer Hitze leicht zugedeckt ca. 40 Minuten köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren, sollte die Flüssigkeit verkocht sein, etwas Wasser nachgießen.
Wenn der Rotkohl gar ist, das Lorbeerblatt, die Zimtstange und die Nelken* entfernen. Das Johannisbeergelee unterrühren und den Rotkohl mit Salz sowie wenig Pfeffer würzen.
Am besten schmeckt der Rotkohl, wenn er aufgewärmt wird. Daher am besten schon einen Tag im Voraus zubereiten. 

* Nelken sind etwas schwerer zu finden, daher beim Essen darauf achten und sie dann eben herausfischen. Eine andere Möglichkeit ist, die Nelken vorab in ein Tee-Ei zu geben und dieses in den Topf mit dem Rotkohl zu geben. Oder aber man spickt ein Gemüse, z. B. eine dicke Möhrenscheibe, mit den Nelken – die Gemüsescheibe ist nach dem Kochen leicht zu finden und kann dann mit den Nelken entfernt werden.

Enjoy ❤! Eure

kirschbiene

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