Reisen und Essen sind für mich untrennbar miteinander verbunden. In der Erinnerung an einen bestimmten Ort, ein bestimmes Land, ploppen automatisch auch dazu gehörige Speisen, Gerüche, Restaurants vor meinem inneren Auge auf. Kennt ihr das? Beim Gedanken an eine längst vergangene Reise nach Singapur kommen mir zwei Dinge in den Sinn: Frittierfett und Mangos. Diese beiden haben ursächlich zum Glück nichts miteinander zu tun.

Während unserer Asienreise machte ich Bekanntschaft mit einigen der Singapurer Foodcourts. In einem Foodcourt reiht sich Fressstand an Fressstand. Es riecht nach Frittierfett, exotischen Gewürzen und einer Gemengelage an indischer, chinesicher, thailändischer und sonstiger Küche. Gediegen essen geht man besser woanders, hier sitzt man oft an Plastiktischen auf Plastikstühlen, beleuchtet von stimmungsfreiem Neonlicht.

 
An den zahlreichen Imbissständen ist für jeden Geschmack und Magen etwas dabei. Meinem Magen wurde jedoch zunächst Angst und Bange. Irgendwie sah das für mich alles in allem wenig vertrauenerweckend aus. Mein Mann lachte nur. Und fragte, ob meiner Meinung nach denn die Einheimischen, die den Foodcourt bevölkerten, alle auf Magen-Darm-Probleme scharf wären. Nun, ich war mir da nicht so sicher. Wählte dann beherzt den Stand aus, der am hoffnungsvollsten aussah und bestellte mein Essen. Es war wunderbar. Viel Gemüse, Reis, würzig-scharf. Meinem Magen ging es nach dem Essen gut. Und auch während der restlichen Reise.
Was mir wieder einmal eindrucksvoll zeigte, dass andere Kulturen anders ticken und wie sehr man doch, ob man es will oder nicht, von seiner eigenen geprägt ist. Und wie wichtig es ist, so offen und tolerant wie möglich zu sein. Für Anderes, Neues, Fremdes. Gerade in Zeiten wie diesen.
Neben Frittiertem und Gebratenem gab es in den Foodcourts aber auch jede Menge Süßigkeiten wie buntes Eis und bergeweise frisches Obst. Man konnte sich Mango, Papaya, Jackfrucht, Karambole, Pitahaya und andere exotische Früchte frisch am Stand zerkleinern lassen, um sie dann mit Schaschlickspießen aufzupicken und zu genießen. Schlaraffenland.
Findet ihr nicht auch, dass Mangos eigenwillige Geschöpfe sind? Zumindest, wenn man sie hierzulande genießen möchte. Die perfekte, süß-reife Mango zu finden, kann einem graue Haare wachsen lassen. Und habe ich dann ein solches Exemplar erwischt, lässt mich das jedes Mal tiefsten Jäger- und Sammlerstolz empfinden. Nur ohne das Jagen. Für diese rohe Buchweizencreme solltet ihr eine solche möglichst reife Mango verwenden. Denn sie sorgt dafür, dass die Creme eine wunderbare, natürliche Süße erhält.
Die tropischen Früchte wie Mango und Feigen, aber auch die Kokosrapsel und getrockneten Maulbeeren machen diese rohe Buchweizencreme zum perfekten Sommerfrühstück, das Sonne und Leichtigkeit auch in trübe deutsche Sommertage bringt. Probiert es ruhig aus, es funktioniert!
Rohe Mango-Buchweizencreme mit Feigen & Blaubeeren
Für 2 Personen braucht man:
120 g Buchweizen
1 reife Mango
1 Pfirsich
1 gestrichenen EL weißes Mandelmus
2 EL Ahornsirup
1/2 TL Vanillepulver
75-125 ml Mandelmilch (je nachdem, wie flüssig die Creme sein soll)
Für das Topping:
2 frische Feigen
eine große Handvoll Blaubeeren
2 EL getrocknete Maulbeeren
2 EL Kokosraspel
So geht es:
1. Den Buchweizen in eine Schale geben, mit kaltem Wasser begießen und die Schale über Nacht in den Kühlschrank stellen.
2. Den Buchweizen am nächsten Morgen in ein Sieb geben, das Einweichwasser abgießen und die Buchweizenkörner unter fließendem Wasser gründlich abspülen.
3. Die Mango schälen und grob würfeln. Ein paar Würfel für das Topping beiseite legen. Den Pfirsich waschen und vierteln. 
4. Mangowürfel und Pfirsich mit dem Buchweizen in einen Mixer geben. Mandelmus, Vanillepulver und Ahornsirup dazu geben. Zunächst nur 75 ml Mandelmilch dazu gießen und alle Zutaten zu einer sämige Creme mixen. Sollte die Creme zu dickflüssig sein, nach und nach mehr Mandelmilch hinzugeben.
5. Die Buchweizencreme auf zwei Schalen verteilen. Die Feigen waschen, vierteln und zusammen mit den restlichen Mangowürfeln, den Feigenvierteln sowie Maulbeeren und Kokosraspeln auf die Creme geben.

Enjoy ❤! Eure

10 thoughts on “Rohe Mango-Buchweizencreme mit Feigen & Blaubeeren

  1. Hach sieht das mal wieder lecker aus, du zauberst immer wieder so köstliche Frühstücksbreie=) Es ist wirklich schwer hier gute Mangos zu finden, gelingt mir auch nur selten. Und dennoch sind diese dann nicht mit den vom Herkunftsland zu vergleichen..Ich werd nie vergessen wie lecker die Mangos waren die wir in Afrika direkt vom Baum geplückt haben!=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  2. Huhu Krisi,
    Mangos direkt vom Baum? Das klingt ja traumhaft :-). Dagegen kommen die Mangos, die man bei uns erhält, natürlich nicht an.
    Wenn du das Glück hast, eine gute zu erwischen – probiere diese Buchweizencreme unbedingt mal aus ;-). Ich werde nächste Woche auch wieder auf "Mango-Pirsch" gehen …
    Liebe Grüße
    Bianca

  3. Hallo Bianca,

    habe heute morgen dein Rezept ausprobiert und muss sagen sehr lecker. Genauso wie auch die anderen Rezepte mit Buchweizen. Vielen Dank dafür Steffi

  4. Huhu Steffi,
    wie toll! Ich finde es klasse, dass du das Rezept ausprobiert hast und dass dir die Buchweizencreme geschmeckt hat :-). Ja, ich habe eine große Schwäche für Buchweizen, daher wird das hier sicherlich nicht das letzte Rezept damit gewesen sein :-).
    Liebe Grüße
    Bianca

  5. Huhu Angie,
    das habe ich schon gehört, dass Buchweizen nicht jedermans Fall ist. Kaum vorstellbar für mich, da ich ihn liebe und à la "Und täglich grüßt das Murmeltier" wirklich Tag für Tag für Tag essen könnte … Hm, vielleicht probierst du dieses Rezept ja aus – würde mich echt interessieren, ob du Buchweizen dann immer noch nicht magst ;-).
    Liebe Grüße
    Bianca

  6. Das sollte ich wirklich tun! Ich hab nur Sorge, dass ich dann wieder ein Lebensmittel mehr im Schrank stehen habe, dass ich nicht verwende…aber im schlimmsten Fall verschenke ich es halt 😀 Ich muss mal in deinen Rezepten schauen, vielleicht finde ich ja noch mehr mit Buchweizen, was mich anspricht. Schaden würde es nicht, ich hätte gerne mehr Abwechslung in meinem Speiseplan und wenn es dem Kind auch schmecken würde, wäre das ein Traum!

    Liebe Grüße
    Angie

  7. Das ist auf jeden Fall eine gute Idee, den Buchweizen einfach zu verschenken, wenn er bei euch dann doch nicht so gut ankommt (ich würde ihn ja glatt nehmen ;-)). Aber ich hoffe natürlich, dass er dir schmeckt. Ich habe schon mehrere Rezepte mit Buchweizen auf dem Blog eingestellt, ein paar Kuchen zum Beispiel. Da ist so eine Packung schnell aufgebraucht.
    Mich erinnert rohe Buchweizencreme – vor allem, wenn sie mit Früchten zubereitet ist – immer stark an Fruchtjogurt. Allerdings hat Buchweizen eine leicht "sandige" Konsistenz, ist also nicht so "glatt" wie Jogurt. Ich mag das total gern, vielleicht geht es dir und deinem Kind ja ähnlich? Würde mich irgendwie total freuen :-).
    Liebe Grüße
    Bianca

  8. Wooow ich bin beeindruckt! So ein tolles Rezept. Habe ich noch nie zuvor gesehen, dass man sowas leckeres mt Buchweizen machen kann!!! Das muss ich unbedingt ausprobieren. Da weiß ich schon was es morgen zum Frühstück gibt 🙂 Danke für die tolle Idee
    Liebe Grüße
    Elena

  9. Huhu Elena,
    erst einmal viiiielen Dank für deinen lieben Kommentar :-). Ich hoffe, die Buchweizencreme schmeckt dir – wenn es dir so geht wie mir, wirst du nämlich ganz schnell zum Buchweizenfan. Ich liebe diese kleinen Körner, sie sind extrem vielseitig und dazu auch noch supergesund :-).

    Liebe Grüße
    Bianca

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