Dass man Karotten und Zucchini auch zum Backen von (süßen) Kuchen verwenden kann, dürfte hinlänglich bekannt sein. Also, mir war es das durchaus. Zumindest theoretisch. Ich habe sicherlich schon erwähnt, dass ich manchmal eine echt lange Leitung habe. Und trotz meiner Koch- und Backwut zum Beispiel noch nie (NIE) Möhrenkuchen gebacken habe. Das ist sicherlich entschuldbar, gibt es schließlich so viele Möglichkeiten und Variationen für Gebäck. Man muss sich also auch beim Backen schon mal entscheiden, schließlich hat so ein Tag nur 24 Stunden und die Zuckermenge, die ein Erwachsener verträgt, ist sicherlich auch nicht beliebig dehnbar ;-). 
Vor einiger Zeit bekam ich dann aber einen sanften Stupser und zwar in Form eines veganen Zucchinikuchens, den ich in einem Café gegessen habe. Ja, das war wirklich ein toller Kuchen, der vor allem durch seine Saftigkeit überzeugt hat. Nach Zucchini hat er, entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen, kein bisschen geschmeckt. Zucchini sind von Natur aus ja auch eher geschmacksneutral, so dass sie sich perfekt als Kuchenzutat eignen. Sie sorgen nicht nur für ausreichend Feuchtigkeit, sondern geben dem Teig gleichzeitig auch Bindung.
Statt eines Kuchens habe ich mich jedoch für Muffins entschieden, die mir in ihrer handlichen Größe einfach gut gefallen. Manchmal ist ein kompletter Kuchen einfach „Zuviel“, zudem mag ich die niedliche, praktische Größe von Muffins einfach unglaublich gern.
Zusammen mit einem Cappuccino und ein oder zwei dieser Muffins lässt sich das Wochenende herrlich entspannt einläuten (oder der Start in die neue Arbeitswoche, der Durchhänger in der Wochenmitte… – okay, you got it, oder ☺☺?)
Für 12 Muffins braucht man:
1 Zucchino (ca. 220 g)
125 g Weizenmehl
125 g Dinkelmehl
1 TL Natron
1 Prise Salz
100 g Zucker
60 g Zartbitterschokolade
80 ml Sojamilch (oder eine andere Pflanzenmilch)
20 ml Rapsöl
1 EL hellenEssig
3-4 EL Puderzucker
ca. 1 EL Zitronensaft
So geht es:
Den Zucchino waschen und auf der Gemüsereibe fein raspeln. Die Raspel mit Mehl, Natron, Salz und Zucker in einer Schüssel vermengen. Die Zartbitterschokolade grob raspeln oder fein hacken und zu den anderen Zutaten geben. In einer zweiten Schüssel Sojamilch, Rapsöl und Essig miteinander verquirlen. Die Flüssigkeit zur Mehlmischung gießen und mit einem Schneebesen alle Zutaten zu einem schwer reißenden Teig verquirlen.
Den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Muffinform gründlich einfetten oder Papierförmchen verwenden. Den Teig in zwölf Muffinförmchen geben, dabei jedes Förmchen halb bis zwei Drittel voll mit Teig befüllen. Die Muffins im Ofen ca. 20 Minuten backen, kurz vor Ende mit einem Holzstäbchen die Garprobe machen.
Die fertig gebackenen Muffins aus dem Ofen holen und auf einem Kuchenrost abkühlen lassen. Für den Guss Puderzucker mit so viel Zitronensaft verrühren, dass eine dickflüssige Masse entsteht. Die Muffins mit dem Zitronenguss verzieren.
Enjoy ❤! Eure

2 thoughts on “Süße Zucchini-Muffins mit Schokolade und Zitronenguss

  1. Hallo 🙂 Ich habe die Muffins gestern nachgebacken, und obwohl ich recht viel variieren musste, sind sie super lecker geworden! Habe nämlich glutenfreies Mehl genommen und bin sehr froh, dass es trotzdem geklappt hat 🙂 Das wird jetzt meine Zucchini-Verwertung, so eine brauche ich recht häufig 😀 Liebe Grüße, Claudai

  2. Huhu liebe Claudia,
    vielen Dank für dein tolles Feedback :-). Ich finde es spannend, dass das Rezept bei dir glutenfrei ebenfalls gut geklappt hat – seit über zwei Jahren ernähre ich mich ebenfalls ohne Gluten. Dieses Rezept ist noch in der Zeit davor entstanden. Gut zu wissen, dass es problemlos glutenfrei funktioniert :-).
    Liebe Grüße und viel Spaß bei der weiteren Zucchini-Verwertung!
    Bianca

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.